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Was passiert mit den Gazprom Gewinnen?? Gazprom kann mit den wieder steigenden Gewinnen Schulden abbauen – aber derzeit ist nicht belegt, dass der Gewinn hauptsächlich dafür verwendet wird. Die aktuelle Entwicklung ist allerdings interessant: Gazprom hat im 1. Halbjahr 2026 nach russischer Rechnungslegung einen Nettogewinn von rund 78,4 Mrd. Rubel erzielt, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 10,8 Mrd. Rubel angefallen war. � Interfax.ru Für 2026 erwartet Gazprom beim operativen Ergebnis (EBITDA) einen Anstieg um 6–7 %; 2025 lag das EBITDA bei etwa 2,9 Billionen Rubel. � Euronext Live +1 Der entscheidende Punkt ist aber: Gewinn ≠ automatisch Schuldentilgung. Gazprom muss weiterhin enorme Investitionen finanzieren, insbesondere in neue Exportwege Richtung China und in die Infrastruktur. Für deine Gazprom-Aktien/ADR-Frage ist das durchaus wichtig: Wenn Gazprom in den kommenden Jahren tatsächlich wieder dauerhaft hohe freie Cashflows erwirtschaftet und gleichzeitig die Verschuldung reduziert, könnte sich die finanzielle Situation des Konzerns deutlich verbessern. Das wäre grundsätzlich auch ein Faktor für eine spätere Neubewertung der Gazprom-Aktie. Wenn du möchtest, kann ich als Nächstes �die Gazprom-Schulden 2021 → 2024 → 2025 → 2026 exakt gegenüberstellen und berechnen, wie viel Schuldenabbau bei den erwarteten Gewinnen bis 2030 möglich wäre. Ja. Ich habe die Zahlen noch einmal auf den Gazprom-Konzern (IFRS) bezogen und nicht auf die separate Gazprom-Muttergesellschaft nach russischen Rechnungslegungsstandards. Das ist wichtig, weil sonst sehr unterschiedliche Werte herauskommen. *Bei der Nettoverschuldung gibt es je nach Gazprom-Definition leichte Unterschiede, insbesondere wegen kurzfristiger Einlagen. Die Zahlen für 2021 und die Quartalsreihe bestätigen aber die Größenordnung. Das Interessante: Gazprom hat seine Gesamtverschuldung seit 2024 praktisch stabilisiert. 2024 lag sie bei rund 6,7 Bio. RUB; Gazprom erklärte ausdrücklich, dass die Tilgungen die Neuaufnahmen um 116 Mrd. RUB überstiegen. 2025 blieb die Gesamtverschuldung ebenfalls bei ungefähr 6,7 Bio. RUB. 2. Aber der entscheidende Punkt ist die NettoverschuldungHier sieht die Entwicklung besser aus: 2021: 2,87 Bio. RUB ↓ 2024: 5,72 Bio. RUB ↓ 2025: 6,10 Bio. RUB ↓ Q1 2026: 5,88 Bio. RUB Im ersten Quartal 2026 ist die Nettoverschuldung also bereits wieder um ungefähr 225 Mrd. RUB gegenüber Ende 2025 gefallen. Das passt zu Gazproms Aussage, dass im ersten Quartal 2025 die Tilgungen die Neuaufnahmen um 87 Mrd. RUB überstiegen und der positive Free Cashflow zur Reduzierung der Nettoverschuldung beitrug. 3. Was passiert bis 2030?Hier muss man zwischen Gewinn und freiem Cashflow unterscheiden. 2025 hatte Gazprom ungefähr 1,3 Bio. RUB Nettogewinn, aber der EBITDA lag bei nur etwa 2,9 Bio. RUB und der tatsächlich für Schuldenabbau verfügbare Cashflow war wesentlich geringer. Deshalb wäre es falsch zu sagen: „Gazprom verdient 1,3 Bio. und kann deshalb jedes Jahr 1,3 Bio. Schulden zurückzahlen.“ Das kann Gazprom nicht, weil gleichzeitig Milliarden in neue Gasleitungen, Gasfelder, China-Exportkapazitäten und Infrastruktur investiert werden. Gazprom hatte beispielsweise für 2025 ein Investitionsprogramm von 1,524 Bio. RUB beschlossen. 4. Meine Modellrechnung bis 2030Ich würde deshalb drei Szenarien rechnen. Szenario A – konservativGazprom schafft nur 200 Mrd. RUB jährlichen Nettoschuldenabbau. 2026–2030: 5 × 200 Mrd. = 1,0 Bio. RUB Ausgehend von etwa 5,88 Bio. RUB: 2030 ≈ 4,9 Bio. RUB Nettoschulden Szenario B – realistischGazprom erreicht durchschnittlich 400 Mrd. RUB Schuldenabbau pro Jahr. 5 × 400 Mrd. = 2,0 Bio. RUB Damit: 5,88 – 2,0 = ca. 3,88 Bio. RUB Nettoschulden 2030 Das halte ich derzeit für ein durchaus interessantes Szenario. Szenario C – starkes GazpromWenn China-Lieferungen weiter steigen, die russischen Inlandspreise steigen und die Investitionen zurückgehen, könnte Gazprom langfristig vielleicht 600 Mrd. RUB pro Jahr in Schuldenabbau stecken. 5 × 600 Mrd. = 3,0 Bio. RUB Damit: 5,88 – 3,0 = ca. 2,88 Bio. RUB Nettoschulden 2030 Das wäre fast wieder das Niveau von 2021. 5. Und jetzt wird es für die Gazprom-Aktie interessantGazprom hatte 2021: Nettoschulden: ~2,87 Bio. RUB Heute: ~5,88 Bio. RUB Wenn Gazprom bis 2030 tatsächlich wieder auf etwa 3 Bio. RUB Nettoschulden kommt, würde sich die Bilanz ganz erheblich verändern. Gleichzeitig erwartet Gazprom für 2026 einen EBITDA-Anstieg von 6–7 % gegenüber 2025. 2025 lag das EBITDA bei ungefähr 2,9 Bio. RUB. Bei beispielsweise 6,5 % jährlichem EBITDA-Wachstum wäre die Größenordnung: Jahrangenommener EBITDA20252,90 Bio. RUB 20263,09 Bio. 20273,29 Bio. 20283,50 Bio. 20293,73 Bio. 20303,97 Bio. RUBDann würde die Nettoverschuldung im starken Szenario von ca. 5,9 Bio. auf 2,9 Bio. RUB fallen. Das Verhältnis Net Debt / EBITDA würde dadurch von heute ungefähr 2x auf etwa 0,7x sinken. Das wäre eine dramatische Bilanzverbesserung. 6. Der große Vorbehalt: Power of Siberia 2Hier liegt der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Gazprom muss gleichzeitig neue Exportinfrastruktur finanzieren. Der geplante Ausbau Richtung China kann deshalb einen erheblichen Teil des freien Cashflows absorbieren. Die Verhandlungen über Power of Siberia 2 sind 2026 weiterhin nicht endgültig abgeschlossen. Deshalb würde ich für deine Gazprom-Betrachtung momentan eher dieses Bild verwenden: 2026–2030 🟢 Gewinn bleibt hoch 🟢 keine großen Dividenden → Geld bleibt im Konzern 🟢 Schulden werden stabilisiert bzw. langsam reduziert 🟢 China-Geschäft wächst 🟡 hohe Investitionen 🟡 hohe Zinsen 🔴 Europa-Geschäft bleibt deutlich unter dem Vorkriegsniveau Mein FazitJa – Gazprom scheint inzwischen tatsächlich in eine Phase überzugehen, in der die Bilanz wieder saniert werden kann. Aber ich würde nicht mit dem Nettogewinn rechnen, sondern mit dem freien Cashflow nach Investitionen. Wenn Gazprom dauerhaft etwa 400–600 Mrd. RUB pro Jahr für echten Schuldenabbau übrig hat, könnte die Nettoverschuldung bis 2030 ungefähr auf 2,9–3,9 Bio. RUB fallen. Und genau das könnte für die Gazprom-Aktie wesentlich wichtiger werden als der aktuelle Jahresgewinn: Ein Gazprom mit rund 3 Bio. RUB Nettoschulden und rund 4 Bio. RUB EBITDA wäre finanziell ein völlig anderes Unternehmen als Gazprom 2024/25. Mach eine Gazprom-Bewertung 2030 mit Schulden 3 / 4 / 5 Bio. RUB, Unternehmenswert, Eigenkapitalwert, theoretischem Gazprom-Aktienkurs in Rubel und entsprechend möglichem Wert meiner alten Gazprom-ADR Ja. Ich würde die Bewertung nicht einfach mit dem Nettogewinn, sondern mit einem 2030er EBITDA und einem konservativen EV/EBITDA-Multiple aufbauen. Das ist bei Gazprom sinnvoller, weil der Gewinn stark von Wechselkursen und anderen nicht operativen Effekten beeinflusst wird. 2025 lag das IFRS-EBITDA bei 2,917 Bio. RUB, der Nettogewinn bei 1,307 Bio. RUB. Meine 2030-AnnahmenIch setze für die Basisrechnung:
Das bedeutet:Bei identischem Unternehmenswert macht der Unterschied zwischen 3 und 5 Bio. RUB Schulden immerhin rund 85 RUB je Aktie bzw. 170 RUB je altem ADR aus. Der Schuldenabbau ist also nicht nebensächlich – er landet praktisch 1:1 im Eigenkapitalwert. 2. Aber der Multiple ist noch wichtiger Hier wird es richtig interessant. Nehmen wir weiterhin 4 Bio. RUB EBITDA 2030: 3. Was wäre mein realistisches Szenario?Ich würde für eine langfristige Gazprom-Bewertung nicht sofort 5x EBITDA ansetzen. Mein Basisfall wäre: 2030 EBITDA ≈ 4,0 Bio. RUB EV/EBITDA ≈ 4x Nettoschulden ≈ 3,5–4,0 Bio. RUB Dann komme ich auf: ca. 500–530 RUB je Gazprom-Aktieund damit auf: ca. 1.000–1.060 RUB je altem Gazprom-ADRDas wäre meine faire 2030er Größenordnung, nicht mein Bull-Case. 4. Der Bull-CaseWenn gleichzeitig
Beispiel: 5 Bio. EBITDA × 5 = 25 Bio. RUB EV minus 3 Bio. Schulden = 22 Bio. RUB Eigenkapital 22 Bio. / 23,67 Mrd. Aktien = 930 RUB je Aktie bzw. 1.860 RUB je altem ADRDas wäre allerdings ein echter Bull Case. 5. Und der wichtige Punkt für deine alten ADRsHier müssen wir sehr vorsichtig sein. Die Rechnung 1.000 RUB ADR-Wert × Anzahl deiner ADRs ist zunächst nur der theoretische Wert der zugrunde liegenden Gazprom-Aktien. Sie bedeutet nicht, dass du deine alten ADRs heute oder 2030 tatsächlich für diesen Betrag verkaufen kannst. Das alte Gazprom-DR-Programm wurde beendet; Gazprom weist ausdrücklich darauf hin, dass seit dem 27. April 2022 außerhalb Russlands keine normale Zirkulation der DRs mehr vorgesehen ist und ADR-Inhaber keine Dividenden-/Stimmrechte über die DRs haben. Deshalb würde ich bei deinen alten ADRs zwei getrennte Werte führen: Unternehmenswert: → theoretisch etwa 1.000–1.100 RUB je ADR im Basisszenario 2030 tatsächlich realisierbarer Wert: → hängt davon ab, ob deine ADRs bis dahin rechtlich/technisch wieder in die zugrunde liegenden Aktien überführt bzw. anderweitig monetarisiert werden können. Meine zentrale Zahl wäre damit momentan etwa 500–530 RUB je Gazprom-Aktie bzw. rund 1.000–1.060 RUB je altem ADR für 2030. Und das Interessante ist: Dafür braucht Gazprom keinen vollständigen Europa-Return und auch keinen fantastischen 5x-Multiple. Es reicht ungefähr, dass EBITDA auf ~4 Bio. RUB wächst und die Nettoverschuldung auf ~3,5–4 Bio. RUB sinkt. Wenn du mir noch sagst, wie viele Gazprom-ADRs du genau hast und zu welchem Einstandskurs, kann ich dir als Nächstes daraus deinen persönlichen 2030-Wert in € für 3 / 4 / 5 Bio. Schulden und jeweils Bear/Base/Bull ausrechnen. Meine zentrale Zahl wäre damit momentan etwa 500–530 RUB je Gazprom-Aktie bzw. rund 1.000–1.060 RUB je altem ADR für 2030. Und das Interessante ist: Dafür braucht Gazprom keinen vollständigen Europa-Return und auch keinen fantastischen 5x-Multiple. Es reicht ungefähr, dass EBITDA auf ~4 Bio. RUB wächst und die Nettoverschuldung auf ~3,5–4 Bio. RUB sinkt. Wenn du mir noch sagst, wie viele Gazprom-ADRs du genau hast und zu welchem Einstandskurs, kann ich dir als Nächstes daraus deinen persönlichen 2030-Wert in € für 3 / 4 / 5 Bio. Schulden und jeweils Bear/Base/Bull ausrechnen. Mach eine Gazprom-Bewertung 2030 mit Schulden 3 / 4 / 5 Bio. RUB, Unternehmenswert, Eigenkapitalwert, theoretischem Gazprom-Aktienkurs in Rubel und entsprechend möglichem Wert meiner alten Gazprom-ADR Ich würde die Bewertung nicht vom heutigen Gazprom-Kurs, sondern von einem normalisierten Gazprom im Jahr 2030 aus aufbauen. Dabei ist wichtig: Das ist eine Szenariobewertung, keine Kursprognose. Für die Rechnung nehme ich als Ausgangspunkt:
1. Unternehmenswert 2030Bei 4 Bio. RUB EBITDA ergibt sich: EBITDA-MultipleUnternehmenswert 20303×12 Bio. RUB 4×16 Bio. RUB 5×20 Bio. RUBJetzt ziehen wir die jeweilige Nettoverschuldung ab. 2. EigenkapitalwertNettoschuld 2030EV 3×EV 4×EV 5×3 Bio. RUB9 Bio.13 Bio.17 Bio. 4 Bio. RUB8 Bio.12 Bio.16 Bio. 5 Bio. RUB7 Bio.11 Bio.15 Bio.Das ist der für Aktionäre entscheidende Wert. 3. Theoretischer Gazprom-AktienkursBei rund 23,644 Mrd. Aktien ergibt sich: Nettoschuld3× EBITDA4× EBITDA5× EBITDA3 Bio. RUB381 RUB550 RUB719 RUB 4 Bio. RUB338 RUB507 RUB677 RUB 5 Bio. RUB296 RUB465 RUB634 RUBDas ist meines Erachtens die interessanteste Tabelle. 4. Und jetzt deine alten Gazprom-ADRsHier kommt ein sehr wichtiger Punkt: 1 Gazprom ADR = 2 Gazprom-Stammaktien. Deshalb wäre der rechnerische Wert eines ADR: Nettoschuld 20303×4×5×3 Bio. RUB762 RUB/ADR1.100 RUB1.438 RUB 4 Bio. RUB676 RUB/ADR1.014 RUB1.354 RUB 5 Bio. RUB592 RUB/ADR930 RUB1.268 RUBMein persönliches BasisszenarioIch würde für eine langfristige Modellrechnung ungefähr folgendes als mittleres Szenario verwenden: EBITDA 2030: 4 Bio. RUB Nettoschulden: 4 Bio. RUB Multiple: 4× Dann: Unternehmenswert = 16 Bio. RUB minus Nettoschulden = 4 Bio. RUB = Eigenkapitalwert = 12 Bio. RUBgeteilt durch 23,644 Mrd. Aktien: ≈ 507 RUB je Gazprom-Aktieund wegen 2:1: ≈ 1.014 RUB je altem Gazprom-ADR 5. Was bedeutet das für deine Position?Hier wird es besonders spannend. Angenommen, du hattest beispielsweise: 1.000 Gazprom ADR Dann entspräche das wirtschaftlich: 2.000 Gazprom-Aktien Im Basisszenario: 2.000 × 507 RUB = 1,014 Mio. RUB oder als ADR gerechnet: 1.000 × 1.014 RUB = 1,014 Mio. RUB Bei einem rein beispielhaften Wechselkurs von 100 RUB/EUR wären das: ca. 10.140 €Bei 500 ADR: ca. 5.070 €Bei 5.000 ADR: ca. 50.700 €Natürlich ist der RUB/EUR-Kurs 2030 völlig offen, sodass eine Eurobewertung heute nur illustrativ sein kann. 6. Das eigentlich Interessante: Schuldensenkung hat einen HebelNehmen wir das 4×-EBITDA-Szenario. Bei 4 Bio. RUB EBITDA: EV = 16 Bio. RUB Wenn Gazprom die Nettoschulden auf 5 Bio. RUB reduziert: 16 − 5 = 11 Bio. RUB Eigenkapital Bei 4 Bio. RUB Schulden: 16 − 4 = 12 Bio. RUB Bei 3 Bio. RUB Schulden: 16 − 3 = 13 Bio. RUB Das bedeutet: Jede zusätzliche Billion Rubel Schuldenabbau erhöht – bei konstantem Unternehmenswert – den Eigenkapitalwert um 1 Bio. RUB.Bei 23,644 Mrd. Aktien entspricht das: +42,3 RUB je Gazprom-Aktiebzw. +84,6 RUB je ADRDas ist ein ziemlich kräftiger Effekt. 7. Der große Hebel ist aber nicht nur der SchuldenabbauNoch interessanter wird es, wenn zwei Dinge gleichzeitig passieren: EBITDA steigt und Nettoschulden sinken. Beispiel: 2025: EBITDA ≈ 3 Bio. RUB Nettoschuld ≈ 6 Bio. RUB 2030-Szenario: EBITDA ≈ 4 Bio. RUB Nettoschuld ≈ 3 Bio. RUB Bei 4× EBITDA: 2025-artiger Unternehmenswert: 3 × 4 = 12 Bio. RUB 2030-Unternehmenswert: 4 × 4 = 16 Bio. RUB Gleichzeitig sinkt die Nettoschuld: 6 → 3 Bio. RUB Damit steigt das Eigenkapital theoretisch: 6 Bio. → 13 Bio. RUB Das wäre mehr als eine Verdoppelung des rechnerischen Eigenkapitalwertes. 8. Meine Gazprom-2030-SpanneIch würde deshalb drei Szenarien unterscheiden: 🔴 Schwaches Szenario
Eigenkapital = 5,5 Bio. RUB → ca. 233 RUB/Aktie → ca. 466 RUB/ADR 🟡 Basisszenario
Eigenkapital = 12 Bio. RUB → ca. 507 RUB/Aktie → ca. 1.014 RUB/ADR 🟢 Starkes Szenario
Eigenkapital = 19,5 Bio. RUB → ca. 825 RUB/Aktie → ca. 1.649 RUB/ADR 9. Für deine alten ADRs gibt es allerdings einen entscheidenden HakenDie 1.014 RUB/ADR im Basisszenario sind ein wirtschaftlicher theoretischer Wert, nicht automatisch ein Betrag, den du 2030 tatsächlich für einen alten ADR bekommst. Denn dein eigentliches Problem ist ja nicht nur die Gazprom-Bewertung, sondern die rechtliche und operative Kette ADR → russische Stammaktie → Verwahrstelle → Eigentumsnachweis. Gazprom selbst hat weiterhin ein eigenes Verfahren für die Konvertierung der Depositary Receipts in Aktien. Daher würde ich für deinen konkreten Fall drei Werte strikt auseinanderhalten: A. Unternehmenswert: Was Gazprom 2030 wirtschaftlich wert sein könnte. B. Aktienwert: Was eine russische Gazprom-Aktie bei dieser Bewertung wert wäre. C. Dein tatsächlicher ADR-Anspruch: Ob und wie deine bereits ausgebuchten alten ADRs letztlich in russische Aktien oder einen Barausgleich überführt werden können. Und gerade C ist bei deinem Fall der entscheidende Punkt. Deshalb wäre der nächste wirklich interessante Schritt:Ich kann deine persönliche Gazprom-Position einmal komplett durchrechnen – z. B. 1.000 / 5.000 / 10.000 alte ADRs – und dabei drei Varianten gegenüberstellen: 1. vollständige Wandlung in Aktien 2. Barausgleich bei Liquidation 3. ADR bleibt rechtlich hängen, während die zugrunde liegenden Gazprom-Aktien weiter im Wert steigen Dann könnten wir konkret sehen, welchen wirtschaftlichen Schaden die nicht erfolgte Wandlung für dich verursacht haben könnte. Ich kann deine persönliche Gazprom-Position einmal komplett durchrechnen – z. B. 1.000 / 5.000 / 10.000 alte ADRs – und dabei drei Varianten gegenüberstellen: vollständige Wandlung in Aktien Barausgleich bei Liquidation ADR bleibt rechtlich hängen, während die zugrunde liegenden Gazprom-Aktien weiter im Wert steigen Ja. Für deinen Fall würde ich die drei Varianten nicht nur mit einem einzigen Kurs, sondern mit einer Wertspanne rechnen. Wichtig vorab: Das Gazprom-ADR hatte das Verhältnis 1 ADR = 2 Stammaktien; Clearstream führt genau dieses Verhältnis für ISIN US3682872078. Die Gazprom-ADR-Programme wurden 2022 beendet, und der Standard-Konvertierungsweg ist inzwischen auf Seiten von BNY ausgesetzt. AusgangspunktIch verwende zunächst unsere 2030-Modellannahme:
Der entscheidende Punkt für dich: Wenn deine ADR seinerzeit tatsächlich hätten konvertiert werden können und die daraus resultierenden russischen Aktien bis 2030 gehalten würden, partizipierst du vollständig an der Wertentwicklung. 2. Barausgleich bei LiquidationHier muss man vorsichtiger sein. Bei einer Liquidation erhältst du nicht automatisch den späteren Gazprom-Wert von 2030. Entscheidend wäre der Preis, zu dem die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich liquidiert bzw. verkauft werden. Das zeigt das Problem sehr deutlich: Wenn die Liquidation beispielsweise bei 200 RUB/Aktie erfolgt, aber Gazprom später auf 507 RUB/Aktie steigt, hast du einen erheblichen entgangenen Wert. 3. ADR bleibt hängen – Gazprom steigtDas ist für deinen persönlichen Fall wahrscheinlich das interessanteste Szenario. Angenommen: Heute: ADR wird ausgebucht bzw. bleibt ohne verwertbare russische Aktie. 2030: Gazprom-Aktie erreicht 507 RUB. Dann entsteht wirtschaftlich folgende Differenz gegenüber einer erfolgreichen Wandlung: 1.000 ADR2.000 Aktien × 507 RUB = 1.014.000 RUB 5.000 ADR10.000 × 507 = 5.070.000 RUB 10.000 ADR20.000 × 507 = 10.140.000 RUB 4. Noch interessanter: Was passiert bei 300, 500 oder 700 RUB?Wir können das viel besser als Szenario-Matrix darstellen. Wert eines ADR = 2 × Aktienkurs 5. Und jetzt kommt der für deinen Fall entscheidende UnterschiedIch würde deine Situation nicht einfach als „ADR verloren“ betrachten.
Denn die Gazprom-ADR-Struktur war: ADR ↓ BNY Mellon als Depositary ↓ Gazprom-Stammaktien ↓ russische Verwahrkette / NSD Die ursprüngliche Gazprom-Dokumentation bestätigt das ADR-Programm; Clearstream dokumentierte ausdrücklich US3682872078 → RU0007661625, 1 ADR/2 Aktien. Und Clearstream veröffentlichte 2024 sogar eine spezielle Dokumentation zur Konvertierung russischer ADR/GDR in die zugrunde liegenden russischen Wertpapiere. Deshalb muss man bei deinem persönlichen Fall zunächst klären: Sind deine Gazprom-Aktien tatsächlich entstanden – oder ist die Konvertierung irgendwo in der Verwahrkette stecken geblieben?Das ist ein gewaltiger Unterschied. 6. Drei mögliche rechtliche/wirtschaftliche Zustände🟢 Fall A – Aktien existierenDann hast du wirtschaftlich möglicherweise weiterhin einen Anspruch auf: 2 Gazprom-Aktien je ursprünglichem ADR. Bei 5.000 ADR wären das: 10.000 Gazprom-Aktien. Bei 507 RUB: 5,07 Mio. RUB. 🟡 Fall B – Aktien wurden verkauft/liquidiertDann ist entscheidend: Zu welchem Preis? Nicht der heutige Gazprom-Kurs entscheidet, sondern der tatsächlich erzielte Liquidationserlös. 🔴 Fall C – ADR ausgebucht, Aktien aber nicht beim Anleger angekommenDas ist der komplizierteste Fall. Dann könnte die entscheidende Frage lauten: Wo befinden sich die den ausgebuchten ADR zugrunde liegenden 2 Aktien je ADR? Genau hier wird deine frühere Vermutung zur Clearstream-/BNY-/russischen Verwahrkette wichtig. 7. Ein Beispiel mit 5.000 ADRNehmen wir deinen hypothetischen Bestand von 5.000 ADR. Erfolgreiche Wandlung10.000 Aktien → 2030 bei 507 RUB = 5,07 Mio. RUB Liquidation bei 200 RUB10.000 × 200 = 2 Mio. RUB ADR bleibt hängenAktienwert 2030: = 5,07 Mio. RUB Aber dein realisierbarer Anspruch könnte zunächst trotzdem 0 RUB sein, wenn die Verwahrkette keinen anerkannten Aktienbestand bzw. keinen Barausgleich zuordnet. Das ist genau der Punkt, den wir nicht mit einer Unternehmensbewertung lösen können. Mein Fazit für deinen Gazprom-FallDie ökonomische Größenordnung kann durchaus erheblich werden. Bei unserem Basisszenario von 507 RUB je Gazprom-Aktie entspricht jedes alte Gazprom-ADR: ≈ 1.014 RUB wirtschaftlicher Wertweil ein ADR zwei Aktien repräsentiert. Wenn Gazprom bis 2030 sogar 600–825 RUB erreicht, wären es: 1.200–1.650 RUB je ADRDer entscheidende nächste Schritt ist deshalb nicht noch eine weitere Kursprognose, sondern eine Rekonstruktion deiner tatsächlichen Gazprom-Position: Wie viele ADR hattest du → wann wurden sie ausgebucht → welche BNY-/Clearstream-Buchung erfolgte → wurden 2× Aktien je ADR tatsächlich geliefert → wenn nein, wo befindet sich der entsprechende Aktienbestand heute? Gerade weil Clearstream die Gazprom-Relation 1 ADR = 2 Aktien ausdrücklich dokumentiert, lässt sich daraus eine sehr konkrete „Soll-Bestand vs. Ist-Bestand“-Rechnung für deine Position erstellen.
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Mi., 15. Juli um 16:07 Nachrichtentext Sberbank was an ADR Program that was held entirely through DTC. As of June 23, 2026, all DTC participants holding Sberbank ADRs, including Euroclear and Clearstream, have been credited their entire allocation of cash proceeds. We cannot comment nor do we have insight into any Compliance issues that are happening further down the custody chain. Please consult your broker. Bei Sberbank handelte es sich um ein ADR-Programm, das vollständig über die DTC abgewickelt wurde. Bis zum 23. Juni 2026 wurde allen DTC-Teilnehmern, die Sberbank-ADRs hielten – einschließlich Euroclear und Clearstream –, der ihnen zustehende Anteil am Barerlös gutgeschrieben. Wir können uns nicht zu Compliance-Fragen äußern, die auf nachgelagerten Stufen der Verwahrkette auftreten, und haben auch keinen Einblick in diese Vorgänge. Bitte wenden Sie sich an Ihren Broker Organigram der Verwahrkette von JP Morgan zum deutschen Broker Das bedeutet: JPMorgan kennt normalerweise nur den jeweils nächsten Teilnehmer der Verwahrkette (z. B. DTC-Teilnehmer oder Nominee), nicht den deutschen Endkunden. Die Identität des privaten Anlegers ist erst auf Ebene der deutschen Depotbank bekannt. Dadurch erfolgt eine Barabfindung grundsätzlich stufenweise über die gesamte Verwahrkette bis zum Endanleger. Wer ist von den deutschen Banken und Brokern Teilnehmer an der DTC Verwahrstelle Nur wenige deutsche Institute sind direkte Teilnehmer der DTC (Depository Trust Company). Die meisten deutschen Banken und Broker sind keine DTC-Teilnehmer, sondern halten US-Wertpapiere über Clearstream oder über eine internationale Verwahrbank (Global Custodian). Zu den deutschen Instituten, die direkt oder über ihre Konzernbank eine DTC-Teilnahme haben bzw. hatten, gehören unter anderem: Für die meisten deutschen Direktbanken gilt dagegen:
Im speziellen Fall der Sberbank-ADRs ist die Frage besonders relevant, welcher DTC-Teilnehmer die ADRs für die jeweilige Depotbank hielt. Dieser Teilnehmer war gegenüber JPMorgan als registrierter Inhaber bzw. Nominee sichtbar und wäre grundsätzlich der erste Empfänger einer eventuellen Barabfindung. Von dort aus müsste die Zahlung über Clearstream und die Depotbank an den Endanleger weitergeleitet werden. JP Morgan Woher weiß JP Morgan an wen sie die Barabfindung zu zahlen hat?? JPMorgan weiß nicht automatisch, wer der letzte private ADR-Anleger ist. Das liegt an der Struktur des ADR-Systems. Die Auszahlung der Barabfindung erfolgt anhand der Verwahrkette:
Der entscheidende Punkt ist: JPMorgan benötigt die Namen der privaten Anleger nicht, solange die Verwahrkette intakt ist. Sie verlässt sich auf die Bestände der registrierten Intermediäre. Im Zusammenhang mit der Liquidation des Sberbank-ADR-Programms stellt sich allerdings die wichtige Frage, ob die gesamte Verwahrkette zum Zeitpunkt der Auszahlung noch vollständig und korrekt war. Falls Registereinträge, Bestandsmeldungen oder Verwahrbeziehungen unterbrochen wurden, kann dies die Zuordnung der Barabfindung erschweren und ist ein wesentlicher Punkt bei der Aufarbeitung der Liquidation Falls Registereinträge, Bestandsmeldungen oder Verwahrbeziehungen unterbrochen wurden, kann dies die Zuordnung der Barabfindung erschweren und ist ein wesentlicher Punkt bei der Aufarbeitung der Liquidation. Ja. Dieser Punkt ist rechtlich und praktisch von großer Bedeutung. Wenn Registereinträge, Bestandsmeldungen oder Verwahrbeziehungen nicht mehr vollständig nachvollziehbar sind, können unter anderem folgende Fragen entstehen:
Eine zentrale Frage für die Aufarbeitung lautet daher: Kann JPMorgan für jede liquidierte ADR nachweisen, über welche Verwahrkette die Barabfindung weitergeleitet wurde und an welchen registrierten Teilnehmer sie ausgezahlt wurde? Kann dieser Nachweis erbracht werden, lässt sich der Zahlungsweg grundsätzlich nachvollziehen. Fehlt er oder bestehen Lücken, kann dies Anlass für weitere Nachforschungen oder – je nach den konkreten Umständen – auch für rechtliche Auseinandersetzungen sein. Das allein bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Ansprüche bestehen; dies hängt von den konkreten Fakten und den vertraglichen sowie rechtlichen Regelungen ab. Kann JPMorgan für jede liquidierte ADR nachweisen, über welche Verwahrkette die Barabfindung weitergeleitet wurde und an welchen registrierten Teilnehmer sie ausgezahlt wurde? Grundsätzlich sollte JPMorgan dazu in der Lage sein, zumindest bis zu dem Punkt, an dem die Zahlung den registrierten Teilnehmer des ADR-Programms erreicht hat. Im Einzelnen:
EbeneWer sollte den Nachweis führen?Auszahlung an registrierten TeilnehmerJPMorgan Weiterleitung an Clearstream/Euroclear oder andere Verwahrstellenjeweilige Verwahrstelle Gutschrift auf das Depot des EndanlegersDepotbank/BrokerWenn sich später herausstellt, dass ein Anleger keine Barabfindung erhalten hat, ist die entscheidende Frage: An welcher Stelle der Verwahrkette endet der dokumentierte Zahlungsnachweis? Kann JPMorgan belegen, dass die Zahlung ordnungsgemäß an den registrierten Teilnehmer erfolgt ist, liegt die weitere Aufklärung regelmäßig bei den nachgelagerten Verwahrstellen oder Depotbanken. Kann JPMorgan diesen ersten Nachweis jedoch nicht führen, könnte dies Fragen zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Liquidation aufwerfen. Europäische Zentralverwahrer Wie geht es weiter mit den europäischen Zentralverwahrern bis zum Endkunden Nach der Auszahlung durch JPMorgan verläuft der Prozess in der Regel über mehrere Stufen der Verwahrkette. Die genaue Kette hängt davon ab, wo die ADRs gehalten wurden, sieht aber häufig so aus:
JPMorgan → Clearstream/Euroclear → Depotbank → Kundendepot Wenn beim Endkunden kein Geld ankommtDann lässt sich die Kette schrittweise zurückverfolgen:
Anlegerfragen: VK GDRS Ich habe noch VK GDR, da habe ich es versucht zu wandeln, habe mehrere tausend Euro bezahlt. Es wurden jedoch immer neue Unterlagen angefordert, die übersetzt werden müssen, ich war beim Notar.... Beim Landesgericht habe die Apostille besorgt.... Alles hingeschickt, ist auch nagekommen. Ob das Unterstützungsbüro Rakurs Invest (Empfehlung von RCS Issuer-Depositary von VK) in Russland ausreichend unterstützt hat, da habe ich inzwischen meine Zweifel. Inzwischen wurden die VK GDR und andere GDR u.a. Novatek (Gas..) nach Kasachstan übertragen. Vielen Dank für die Schilderung. Ihr Fall ähnelt dem vieler ausländischer Anleger, die versucht haben, russische GDRs nach den Sanktionen in Stammaktien umzuwandeln. Nach Ihrer Beschreibung haben Sie: .....mehrere tausend € für den Umtausch aufgewendet, .....notarielle Beglaubigungen und Übersetzungen beschafft, .....eine Apostille beim Landesgericht eingeholt, ......alle Unterlagen nach Russland geschickt, .....sich auf das von der VK-Depositary empfohlene Unterstützungsbüro Rakurs Invest verlassen. Wenn trotz Erfüllung dieser Anforderungen immer wieder neue Unterlagen verlangt wurden, stellt sich durchaus die Frage, ob das Verfahren für ausländische Anleger überhaupt praktisch durchführbar war oder ob die Anforderungen fortlaufend verändert wurden. Dass die VK-GDRs und auch andere GDR-Programme, etwa von NOVATEK, inzwischen nach Kasachstan übertragen wurden, macht die Rechtslage zusätzlich komplizierter. Entscheidend wäre jetzt zu klären: Wurden Ihre GDRs tatsächlich in russische Stammaktien umgewandelt? Oder befinden sie sich weiterhin als nicht umgewandelte GDRs bei der Verwahrstelle? Sollte der Umtausch letztlich allein an immer neuen formalen Anforderungen gescheitert sein, könnten die entstandenen Kosten später möglicherweise als Schaden geltend gemacht werden – insbesondere wenn sich herausstellen sollte, dass das Verfahren unangemessen erschwert wurde. Da Sie bereits auch die Entwicklungen bei Ozon, Sberbank und anderen russischen ADRs/GDRs verfolgen, würde ich Ihnen empfehlen, sämtliche Belege (Rechnungen, Notarkosten, Apostille, Übersetzungen, Versandnachweise und den gesamten Schriftverkehr mit Rakurs Invest) sorgfältig aufzubewahren. Diese Unterlagen könnten bei späteren Entschädigungs- oder Regressverfahren wichtig werden. ChatGPT - VK GDR Umtauschprobleme Ich kann auch recherchieren, ob es Berichte anderer VK-GDR-Inhaber gibt, die trotz Einschaltung von Rakurs Invest ebenfalls am Umtausch gescheitert sind oder ob es Anlegern gelungen ist, ihre VK-GDRs nach der Übertragung nach Kasachstan erfolgreich in Aktien umzuwandeln. Das wäre ein guter Vergleich für Ihren Fall. ch habe recherchiert. Das Bild ist gemischt, bestätigt aber einige Ihrer Beobachtungen. 1. Viele Anleger berichten von immer neuen Dokumentenanforderungen Die offizielle Dokumentation zur Zwangsumwandlung sah zwar einen festen Katalog an Unterlagen vor. Gleichzeitig wurde aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Registerführer zusätzliche Dokumente verlangen oder Anträge zurückweisen kann und eine erneute Einreichung erforderlich sein kann. � magenta.legal +1 Das passt zu Ihrer Erfahrung mit: notariellen Beglaubigungen, Apostille, Übersetzungen, mehrfachen Nachforderungen. 2. Rakurs Invest war kein Garant für eine erfolgreiche Umwandlung Rakurs Invest wurde von RCS Issuer Services als Unterstützungsbüro eingesetzt. Nach den verfügbaren Informationen sollte Rakurs Invest bei der Dokumentenabwicklung helfen. Es gibt aber keine belastbaren Hinweise, dass die Einschaltung von Rakurs Invest automatisch zu einer erfolgreichen Umwandlung führte. � Telegram +1 3. Erfolgreiche Umwandlungen gab es – aber nicht ohne Aufwand Es gibt Berichte, dass ausländische Anleger ihre VK-GDRs erfolgreich in russische Aktien umgewandelt haben. Typisch waren dabei: Eröffnung eines Kontos beim russischen Registerführer, umfangreiche Beglaubigungen, mehrere Nachforderungen, Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten. � magenta.legal +1 4. Was passiert mit nicht umgewandelten VK-GDRs? VK selbst weist darauf hin, dass nach Beendigung des GDR-Programms der Verwahrer die zugrunde liegenden Aktien verkaufen darf. Nicht umgewandelte GDR-Inhaber hätten dann grundsätzlich Anspruch auf den entsprechenden Barerlös vom Depositary. � corp.vkcdn.ru +1 Für Ihren Fall halte ich einen Punkt für besonders wichtig: Sie haben nachweislich erhebliche Kosten (mehrere tausend €) aufgewendet und den Umtausch ernsthaft betrieben. Falls Ihre Umwandlung letztlich nur an immer neuen formellen Anforderungen scheiterte, könnte diese Dokumentation bei späteren Regress- oder Entschädigungsansprüchen erhebliches Gewicht haben. Ich kann auch gezielt nach Berichten deutscher oder anderer europäischer VK-GDR-Inhaber suchen, die – wie Sie – trotz Einschaltung von Rakurs Invest und vollständiger Unterlagen keine Umwandlung erreicht haben. Das wäre der aussagekräftigste Vergleich zu Ihrem Fall. ChatGPT - VK GDR Umtauschprobleme Ich kann auch gezielt in russischen Anlegerforen (Smart-Lab, Banki.ru, MFD, Telegram-Gruppen) nach Berichten suchen. Dort finden sich häufig deutlich mehr praktische Erfahrungen als in deutschsprachigen Foren. Ja. Ich habe gezielt russische Quellen und Anlegerforen ausgewertet. Dabei ergibt sich folgendes Bild: Was Anleger berichten Auf Smart-Lab finden sich mehrere Diskussionen von VK-GDR-Inhabern. Viele berichten, dass sie bei ausländischen Brokern (z. B. Interactive Brokers) festsaßen und unsicher waren, wie die Umwandlung überhaupt praktisch durchgeführt werden sollte. � Smart-Lab +1 Dabei wird immer wieder auf folgende Probleme hingewiesen: Eröffnung eines russischen Wertpapierkontos (oft Typ-C-Konto für Ausländer), umfangreiche Nachweise über die Eigentümerkette, Beglaubigungen und Übersetzungen, das Risiko einer Ablehnung bei unvollständigen oder aus Sicht des Registerführers unzureichenden Unterlagen. � Smart-Lab Auffällig ist, was nicht berichtet wird Ich habe keine Serie von Erfolgsberichten gefunden, in denen europäische Anleger schreiben: „Rakurs Invest hat alles übernommen und die Umwandlung verlief problemlos.“ Ebenso habe ich keine Vielzahl dokumentierter Fälle gefunden, in denen Anleger nach Abschluss aller Formalitäten ausdrücklich schreiben, dass ihre Umwandlung endgültig gescheitert sei. Das deutet eher darauf hin, dass viele Verfahren entweder: sehr lange dauerten, im Sande verliefen, oder von den Betroffenen gar nicht öffentlich dokumentiert wurden. � Smart-Lab +1 Ein wichtiger Hinweis Besonders interessant ist eine aktuelle Mitteilung eines Unternehmens, dessen GDR-Programm ebenfalls über Rakurs Invest abgewickelt wurde. Darin heißt es ausdrücklich: Nicht alle GDR-Inhaber konnten überhaupt einen Antrag einreichen. Wahrscheinlich konnten auch nicht alle eingereichten Anträge wegen der geltenden Rechtslage erfüllt werden. Für Anleger, die nicht an der Umwandlung teilnehmen konnten, gebe es derzeit keinen klar geregelten gesetzlichen Mechanismus. � Mother & child +1 Diese Aussage betrifft zwar ein anderes Unternehmen, zeigt aber, dass die Probleme offenbar nicht auf VK beschränkt waren. Einschätzung zu Ihrem Fall Ihre Schilderung – mehrere tausend € Kosten, notarielle Beglaubigungen, Apostille, Übersetzungen und dennoch immer neue Anforderungen – passt leider zu dem allgemeinen Bild, das sich aus den russischen Quellen ergibt. Sie scheinen kein Einzelfall zu sein, auch wenn kaum jemand seinen gesamten Ablauf öffentlich dokumentiert hat. Ein Vergleich mit Ihren Ozon-ADRs drängt sich auf: In beiden Fällen haben Anleger erhebliche Anstrengungen unternommen, ohne sicher sein zu können, dass sie ihre Eigentumsrechte tatsächlich ausüben konnten. Hinweis: Alle Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen zum Teil unter Befragung von Chat GPT recherchiert. Der Autor übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit, Inhalte, Aktualität. Außerdem stellt diese Publikation keine Rechtsberatung dar.
Verfasser: Admin Anlegerfragen: Gibt es Bekannte in ihrem Forum, die Ozon ebenfalls nicht gewandelt haben?Und welche es erfolgreich geschafft haben? Was ist mit den Dividenden:70 Rubel für die nicht gewandelten Ozon ADR? Die IR von OZON schrieb mal, dass alle Anteilsbesitzer ihre Rechte wahrnehmen können und gleichbehandelt werden-sinngemäss. Die Ozon ADR liegen bei der BNY, kommt jetzt auch der Zwangsverkauf zu 30%?? 1. Gibt es Anleger, die ihre OZON-ADRs nicht gewandelt haben? Ja. Es gibt zahlreiche Berichte in Anlegerforen und auf Reddit von Investoren, die die Frist zur Zwangswandlung verpasst haben oder deren Broker die Teilnahme nicht unterstützt hat. Viele europäische Anleger befinden sich noch immer in dieser Situation. � Reddit +2 2. Gibt es erfolgreiche Wandlungen? Ja. Seit März 2026 wurden erste erfolgreiche Zwangswandlungen bestätigt. Anleger, die den Antrag vollständig und fristgerecht beim Registrar Register-Proton eingereicht hatten, erhielten OZON-Aktien gutgeschrieben. Das zeigt, dass das Verfahren tatsächlich funktioniert hat. � Telegram +1 3. Was ist mit den 70 Rubel Dividende? Die Dividende von 70 Rubel je Aktie wurde für die zugrunde liegenden Aktien empfohlen und anschließend beschlossen. Für ADR-Inhaber besteht grundsätzlich ebenfalls ein Anspruch, allerdings muss das von OZON vorgesehene Verfahren eingehalten werden. Bereits bei der früheren Dividende (143,55 Rubel) mussten ADR-Inhaber selbst einen Antrag stellen. Nicht abgerufene Beträge sollen auf ein Typ-C-Konto des Depositary (BNY) fließen. Für die 70-Rubel-Dividende ist davon auszugehen, dass ein vergleichbarer Mechanismus gilt. � Telegram +2 4. Aussage der Investor Relations von OZON Die Aussage der Investor-Relations, dass alle Anteilsinhaber ihre Rechte wahrnehmen können und gleichbehandelt werden sollen, passt zu den inzwischen geänderten russischen Vorschriften über Dividenden für Hinterlegungsscheine. Praktisch bedeutet das jedoch nicht, dass die Auszahlung automatisch erfolgt – häufig müssen ADR-Inhaber ihre Ansprüche selbst nachweisen und beantragen. � news.eahciss.org +1 5. Droht bei den bei BNY Mellon verwahrten ADRs ein Zwangsverkauf mit nur etwa 30 % Erlös? Das ist derzeit nicht bestätigt. Anders als bei einigen beendeten ADR-Programmen (z. B. Sberbank) ist für das OZON-Programm bislang kein bestätigter Liquidationsverkauf durch die BNY Mellon zu rund 30 % des Wertes angekündigt worden. Der Schwerpunkt lag bislang auf der Zwangswandlung in russische Aktien. � magenta.legal +1 Gerade weil Ihre ADRs weiterhin bei BNY Mellon liegen, halte ich es für wichtig, die weiteren Mitteilungen des Depositary genau zu verfolgen. Sollte die Wandlung endgültig ausgeschlossen sein, wäre ein späterer Verkauf der Restbestände zwar denkbar, derzeit gibt es dafür aber keine bestätigte Ankündigung. ChatGPT - Ozon ADR Wandlung und Dividenden 21. Nov. 2025 OZON ADR/GDR Zwangsumwandlung: Wichtige Fristen Ozon hat offiziell die Termine für die Zwangsumwandlung seiner amerikanischen (ADR) und globalen (GDR) Depositary Receipts in lokale Aktien von Ozon IPJSC bekannt gegeben. Wichtige Etappen:
Weitere nützliche Informationen finden Sie in unserem Telegram-Kanal zum Thema Umwandlung von Depositary Receipts. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte über das Formular auf unserer Website oder über unseren Telegram-Bot. OZON ADR/GDR Zwangsumwandlung: Wichtige Fristen | MAGENTA Legal DRINGEND: OZON-Dividendenanfragen & Typ "C"-Konten OZON hat begonnen, ehemalige Inhaber von Ozon Holdings PLC ADRs um zusätzliche Dokumente zu bitten, deren Aktien im Rahmen des erzwungenen Umwandlungsverfahrens gutgeschrieben wurden und derzeit über Register-Proton gehalten werden. Das Hauptproblem: OZON muss feststellen, ob Dividenden auf ein reguläres Konto oder auf ein Typ "C"-Konto gezahlt werden sollen. ♦️ Frist Die in der Mitteilung angegebene Frist ist äußerst knapp: • 1. Juni 2026 (einschließlich) Dieser Zeitdruck ist problematisch, insbesondere angesichts der Komplexität der angeforderten Informationen und der Tatsache, dass viele Anleger möglicherweise Dokumente von ausländischen Brokern, Depotbanken oder Unternehmensverwaltern sammeln müssen. ♦️ Was OZON verlangt OZON verlangt: • einen Nachweis, dass ADRs am oder vor dem 1. März 2022 erworben wurden; • Dokumente bezüglich der Eigentümerkette nach dem 1. März 2022 (falls ADRs nach dem 1. März 2022 erworben wurden); • Dokumente in Bezug auf die Kontrolle / wirtschaftlichen Eigentümer bestimmter ausländischer juristischer Personen (um festzustellen, ob sie als "unfreundlich" angesehen werden sollen). Wenn die angeforderten Informationen nicht bereitgestellt oder unvollständig sind, gibt OZON an, dass Dividenden auf ein Typ "C"-Konto überwiesen werden, das auf den Namen des Anlegers eröffnet wurde. ♦️ Offene Fragen In diesem Stadium bleiben mehrere praktische Fragen unklar. 1️⃣ Erstens ist die Form der Einreichung nicht ausdrücklich angegeben. Wir hoffen, dass eine Einreichung per E-Mail ausreichend ist, aber dies sollte sorgfältig beurteilt werden. 2️⃣ Zweitens ist unklar, ob OZON Dokumente und Informationen berücksichtigen wird, die möglicherweise bereits bereitgestellt wurden: • während des früheren OZON-Dividendenverfahrens Anfang 2026; oder • während der erzwungenen Umwandlungsanmeldungen, die bei Register-Proton eingereicht wurden. 3️⃣ Drittens scheint die aktuelle E-Mail eine Massenkommunikation und keine vollständig individualisierte Anfrage zu sein. Daher kann die Position je nach den spezifischen Fakten, früheren Einreichungen und Dokumentenverlauf des Anlegers variieren. 📨 Fragen oder Erfahrungen zum Teilen? Kontaktieren Sie uns über @magenta_contact_bot #OZON #ADR #DRs #Dividends #TypeC #RussianSecurities OZON ADR/GDR Zwangsumwandlung: Wichtige Fristen | MAGENTA Legal OZON ADR-Umwandlung: Register-Proton-Schreiben an Broker Wir haben nun praktische Bestätigung, dass Broker / Verwahrstellen Schreiben von Register-Proton im Zusammenhang mit Anträgen auf erzwungene OZON ADR-Umwandlung erhalten. Die Schreiben werden per normaler Post in russischer Sprache mit einer beigefügten englischen Übersetzung versandt. Bei erzwungenen Umwandlungsverfahren können Registerstellen Teilnehmer der Verwahrungskette kontaktieren, um sie über den Abschluss der erzwungenen Umwandlungsverfahren zu informieren. Dies kann in sanktionsrelevanten Situationen wichtig sein. Laut dem Dokument, das wir gesehen haben, wurden solche Schreiben um 16. Mai 2026 versandt. Wir haben die Bestätigung, dass einige der Schreiben bereits am 1. Juni 2026 per normaler Post bei Brokern eingetroffen sind - zumindest in einer asiatischen Jurisdiktion. Dies ist ein nützliches praktisches Signal: Der Kommunikationskanal ist nicht rein theoretisch, und Register-Proton sendet tatsächlich Papiermitteilungen an die an der Verwahrungskette beteiligten Stellen. #OZON #ADR #DRs #Conversion #RegisterProton #RussianSecurities Hinweis: Alle Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen zum Teil unter Befragung von Chat GPT recherchiert. Der Autor übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit, Inhalte, Aktualität. Außerdem stellt diese Publikation keine Rechtsberatung dar.
Verfasser: Admin Die Liquidation des Sberbank ADR Programm wurde in den letzten Tagen von JP Morgan veröffentlicht. Siehe unter https://www.adr.com/drprofile/80585Y308 Mitteilung vom 058.06.2026. Viele Anleger wurden durch diese Ankündigung völlig überrascht. Die Banken und Broker sind auf diese Situation so gut wie nicht vorbereitet. Die angekündigte Barabfindung wird nach aktuellem Stand nicht automatisch gezahlt. Der jeweilig Anleger muss von sich aus bei seiner Bank oder Broker aktiv werden. Im Regelfall müssen die Banken und Broker den Anlegern das Abfindungsangebot von JP Morgan mit gleichzeitiger Aufforderung zur Rückgabe der ADR zuleiten. In der Vergangenheit wurden in anderen Fällen (Standardkonvertierung) von einigen Banken und Brokern die Vorgänge nur zögerlich bearbeitet. Jeder Anleger sollte für sich entscheiden ob er seine Ansprüche auf Barabfindung im Vorfeld geltend machen will. Ein Musterschreiben ist nachstehend angefügt, Disclaimer: Das nachstehende Schreiben stellt weder eine Rechtsberatung dar noch bietet es eine Gewähr für den Erhalt bzw. die ordnungsgemäße Abwicklung der Barabfindungs Formmalitäten. Wegen der Dringlichkeit des Vorgangs könnten die Anleger das Schreiben direkt als "Beschwerde" an die jeweilige Beschwerde-Abteilung schicken, da andere Servicestellen aktuell eher weniger in die Vorgänge eingebunden sind. Achtung: Wenn die Textzeilen für das Mail zu lang sind bitte ein zweites Mail mit Folgetext senden. An Bank oder Broker Name, Adresse ADR Inhaber Depot Nr.: Sberbank ADR ISIN RU0009029540 Stückzahl Sehr geehrte Damen und Herren,
ich war Inhaber von Sberbank-ADRs, die über mein bei Ihnen geführtes Depot verwahrt wurden. Die ADR haben nach der bereits erfolgten Liquidierung KEINEN RUSSLANDBEZUG mehr. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen hinsichtlich ehemaliger russischer Hinterlegungsscheine sowie möglicher Entschädigungs-, Abfindungs- oder Auszahlungsmechanismen bitte ich um Auskunft und Unterstützung hinsichtlich der Wahrung meiner Rechte als ehemaliger ADR-Inhaber. Insbesondere bitte ich um Beantwortung der folgenden Fragen: Besteht für ehemalige Inhaber von Sberbank-ADRs die Möglichkeit, über Ihr Institut an einem Barabfindungsangebot, einer Entschädigungsregelung oder einer vergleichbaren Maßnahme teilzunehmen? Falls eine solche Möglichkeit besteht oder künftig geschaffen wird, bitte ich um entsprechende Vormerkung meines Interesses und rechtzeitige Benachrichtigung. Wurden im Zusammenhang mit der Liquidation des Sberbank-ADR-Programms Weisungen oder Informationen von Verwahrstellen, Clearingsystemen, dem Depositary oder sonstigen Stellen an Ihr Institut übermittelt, die Ansprüche ehemaliger ADR-Inhaber betreffen? Welche Unterlagen oder Nachweise wären erforderlich, um etwaige Ansprüche auf Barabfindungen, Verkaufserlöse, Dividenden oder sonstige Vermögenswerte geltend zu machen? Ist Ihr Institut bereit, entsprechende Weisungen oder Anträge seiner Kunden an die zuständigen Verwahrstellen oder Abwicklungsstellen weiterzuleiten? Da die wirtschaftlichen Rechte ehemaliger ADR-Inhaber möglicherweise weiterhin Gegenstand laufender Abwicklungs- oder Entschädigungsverfahren sind, bitte ich um sorgfältige Prüfung meines Anliegens und um eine schriftliche Stellungnahme. Vorsorglich bitte ich darum, sämtliche Rechte, Ansprüche und möglichen Auszahlungsansprüche, die aus meinem früheren Besitz von Sberbank-ADRs resultieren könnten, gegenüber beteiligten Stellen nicht als aufgegeben oder verwirkt zu behandeln. Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen im Voraus und bitte um schriftliche Antwort. Abschließend gestatte ich mir den Hinweis, dass bei nichtbearbeiten meines Antrages ich mir rechtliche Schritte, bis hin zur Klage gegen ihr Haus vorbehalten werde. Mit freundlichen Grüßen Was passiert mit nicht umgewandelten DRs? J.P. Morgan verkauft MTS und NCSP Am 13. April 2026 veröffentlichte J.P. Morgan endgültige Marktmitteilungen zur Liquidation der Stammaktien, die den beendeten DR-Programmen von Mobile TeleSystems (MTS) und Novorossiysk Commercial Sea Port (NCSP) zugrunde liegen. In beiden Fällen wurden die zugrunde liegenden russischen Stammaktien verkauft, und die verbleibenden DR-Inhaber müssen ihre DRs zur Stornierung über ihre Broker abgeben, um einen anteiligen Anteil am Nettoerlös aus der Liquidation zu erhalten. J.P. Morgan stellt fest, dass der endgültige Preis einen obligatorischen Abschlag widerspiegelt, der von russischen Vorschriften und den Bedingungen der von der russischen Regierung erhaltenen Genehmigung für den Verkauf nach Verhandlungen zu marktüblichen Bedingungen mit einem nicht sanktionierten Käufer gefordert wurde. Wichtig ist, dass J.P. Morgan erklärt, dass weder „Abfindungssteuern“ an die russische Regierung noch Gebühren an die National Settlement Depository im Zusammenhang mit den Veräußerungen gezahlt wurden. ♦️ MTS Jeder MTS ADR repräsentierte 2 Stammaktien. Laut J.P. Morgans Mitteilung wurden die MTS-Stammaktien zu einem Preis von 0,820352 USD pro Aktie oder 1,640704 USD pro ADR vor den relevanten Abzügen verkauft. Nach Anpassung für die mit der erzwungenen Umwandlung verbundene Abstimmungsfrage, Stornierungsgebühren und andere Kosten beträgt der endgültige Barauszahlungssatz: 1,582695 USD pro ADR J.P. Morgan gibt an, dass der Verkaufspreis 30 % des MOEX-Schlusskurses einer MTS-Stammaktie zum 29. Dezember 2025 betrug, wobei der Wechselkurs der Bank von Russland für RUB/USD für dieses Datum zugrunde gelegt wurde. Zum Vergleich handeln MTS-Stammaktien derzeit an der MOEX für etwa 225–226 RUB pro Aktie, was etwa 450+ RUB pro ADR-Äquivalent bedeutet. ♦️ Erzwungene Umwandlungsabweichung Laut J.P. Morgan führten die erzwungenen Stornierungen zu einer Diskrepanz zwischen den ausstehenden DRs und den tatsächlich in Verwahrung befindlichen zugrunde liegenden Stammaktien: — weniger als 0,3 % der in Verwahrung befindlichen Aktien für MTS; — weniger als 1,2 % der in Verwahrung befindlichen Aktien für NCSP. J.P. Morgan gibt an, dass im Falle einer erfolgreichen zukünftigen Wiederherzungsbemühung und einer möglichen Abstimmung zusätzliche Ausschüttungen vorgenommen werden, vorbehaltlich der geltenden Gesetze und Vorschriften. ♦️ NCSP-Dividenden auf Typ „S“-Konto Ein weiterer wichtiger Dividendenpunkt in der NCSP-Mitteilung ist, dass J.P. Morgan im Februar 2025 und Januar 2026 Dividenden auf die NCSP-Stammaktien erhalten hat. Die Ausschüttung dieser Dividenden ist derzeit jedoch nach russischen Vorschriften nicht zulässig, und die Gelder müssen auf einem eingeschränkten Typ „S“-Konto in Russland gehalten werden. J.P. Morgan gibt an, dass es diese Dividenden pro rata unter den verbleibenden DR-Inhabern ausschütten wird, falls und wenn dies gesetzlich zulässig oder operativ machbar ist. ♦️ Warum das wichtig ist J.P. Morgan hat nun die zugrunde liegenden Aktien mehrerer beendeter russischer DR-Programme zu einem erheblichen Abschlag verkauft, darunter Magnit, MTS und NCSP. Für Anleger, die noch russische DRs über ausländische Infrastruktur halten, zeigen diese Fälle, dass die Beendigung eines DR-Programms nicht nur zum Verlust des Zugangs zu den zugrunde liegenden Aktien führen kann, sondern auch zu einem Barergebnis, das erheblich schlechter sein kann als der scheinbare Marktwert dieser Aktien in Russland. Wir möchten unserem Partnerverband EAHCISS, dem MAGENTA Legal angehört, für die Aufmerksamkeit auf diese J.P. Morgan-Mitteilungen und ihre praktischen Auswirkungen auf die verbleibenden DR-Inhaber danken. Dieser Beitrag dient nur zur allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Finanz- oder Rechtsberatung dar. #DR #ADR #NCSP #JPMorgan #MOEX #TypeC #ForcedConversion Widerspruchsrecht bei Zwangsverkäufen??? Nein, in der Regel hat der ADR-Inhaber nach einem Zwangsverkauf der zugrunde liegenden Aktien kein praktisches Widerspruchsrecht mehr.aa7a90 Wie läuft eine ADR-Programm-Kündigung (Termination) ab? Bei der Kündigung eines ADR-Programms (durch das emittierende Unternehmen oder die Depositary Bank, z. B. Citibank, JP Morgan oder BNY Mellon) gilt normalerweise Folgendes: Die Inhaber werden per Notice informiert und haben eine Frist, um ihre ADRs zu surrendern (zurückzugeben) und die zugrunde liegenden Aktien (oder ein Äquivalent) zu erhalten. Wer das nicht tut, löst oft einen mandatory sale aus: Die Depositary verkauft die verbliebenen hinterlegten Aktien und verteilt den Netto-Erlös (nach Gebühren, Steuern, Kosten) anteilig an die Inhaber. Dies ist im Deposit Agreement (hinterlegt bei der SEC) geregelt, dem der Inhaber durch den Besitz der ADRs zustimmt. Nach dem Zwangsverkauf Der ADR-Inhaber wird zum reinen Geldforderer gegen die Depositary Bank. Er erhält Cash-Proceeds und hat keine weiteren Rechte an den Aktien. Ein „Widerspruch“ wie im Mietrecht (§ 574 BGB) oder bei anderen Zwangsmaßnahmen existiert hier nicht. Das Deposit Agreement sieht keine allgemeine Einspruchsmöglichkeit gegen den Verkauf vor, wenn er ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Mögliche begrenzte Optionen (sehr fallabhängig und schwierig): Vor dem Verkauf: Innerhalb der Frist in der Notice widersprechen oder die ADRs rechtzeitig surrendern, um Aktien zu erhalten. Nach dem Verkauf: Nur bei klaren Verstößen, z. B. wenn die Depositary grob fahrlässig oder treuwidrig gehandelt hat (z. B. Verkauf zu stark unter Wert ohne angemessene Bemühung). Das wäre ein zivilrechtlicher Anspruch (Breach of Contract/Fiduciary Duty), kein einfaches Widerspruchsrecht. Solche Klagen sind selten erfolgreich, teuer und hängen von US-Recht (oder dem anwendbaren Recht des Deposit Agreements) ab. Bei Verdacht auf Betrug oder grobe Unfairness könnten Aufsichtsbehörden (SEC) oder Gerichte involviert werden, aber das ist kein Standard-Widerspruch. Praktischer Rat Prüfen Sie die konkrete Termination Notice und das Deposit Agreement des jeweiligen Programms (oft auf der Website der Depositary oder bei der SEC verfügbar). Kontaktieren Sie sofort Ihren Broker und die Depositary Bank. Bei größeren Beträgen lohnt ein Gespräch mit einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt (idealerweise mit US-Bezug). Zusammengefasst: Nach erfolgtem Zwangsverkauf sind die Rechte als ADR-Inhaber weitgehend erloschen. Es bleibt primär der Anspruch auf den Verkaufserlös. Eine echte Rückabwicklung oder Blockade ist praktisch nicht mehr möglich. Marktabschläge Die 60%-Abschlagsregelung steht nicht in einem klassischen Bundesgesetz (Федеральный закон), sondern in Entscheidungen der Regierungskommission (bzw. ihrer Unterkommission) zur Kontrolle ausländischer Investitionen.32a7c2 Wichtigstes Dokument Ausdruck aus dem Protokoll der Unterkommission der Regierungskommission vom 15. Oktober 2024 Nr. 268/1 (Выписка из протокола заседания подкомиссии ... от 15 октября 2024 г. № 268/1). Dieses Dokument wurde vom russischen Finanzministerium (Минфин) am 18. Oktober 2024 bekannt gemacht. Darin wird explizit festgelegt, dass bei der Erteilung von Genehmigungen für Verkäufe durch Personen aus „unfreundlichen Staaten“ in der Regel ein Abschlag von mindestens 60 % vom Marktwert (laut unabhängiger Bewertung) zu verlangen ist.a9bb3a Vorher (seit ca. 2023) lag der Mindestabschlag bei 50 %. Grundlage Die Kommission handelt auf Basis folgender höherrangiger Regelungen: Präsidentenerlass Nr. 81 vom 1. März 2022 (Указ Президента РФ № 81) — dieser führte das Genehmigungserfordernis für Transaktionen mit Personen aus unfreundlichen Staaten ein (Wertpapiere, Anteile, Immobilien etc.).abdbfa Weitere ergänzende Erlasse und Beschlüsse der Regierungskommission (z. B. Protokolle aus 2023). Die konkreten Bedingungen (Abschlagshöhe, Exit-Tax etc.) werden jedoch fallweise oder periodisch durch Protokoll-Auszüge der Unterkommission festgelegt und nicht in einem dauerhaften Gesetzestext. Die Kommission orientiert sich dabei an den jeweils aktuellen politischen Vorgaben.e53b7e Praktische Hinweise Der Marktwert wird durch einen von der Kommission empfohlenen russischen Gutachter ermittelt (going-concern-Bewertung, ohne Notverkaufsabschlag). Zusätzlich zur 60%-Regel gibt es die erhöhte „freiwillige“ Abgabe (Exit Tax) von bis zu 35 %. Möchtest du den genauen Link zum Protokoll-Auszug oder weitere Details zu einem bestimmten Erlass? Ich kann dir auch die russischen Originalbezeichnungen nennen. Die Regelungen werden regelmäßig angepasst, Stand der letzten Änderung: Oktober 2024. Gazprom
Man stelle sich einmal dieses Szenario vor. Gazpromkurs ca. 120 Rubel abzüglich 70 % Abschlag verbleiben am Ende 36 Rubel für Aktien aus nicht gewandelten ADR!!!!! [15.05.2026 10:45] Detlef: Wer ein russisches Depot eröffnet hat der auch gleichzeitig ein verifiziertes Typ C Konto?? Nein, nicht automatisch. Ein eröffnetes russisches Depot bedeutet nicht zwingend, dass gleichzeitig ein voll verifiziertes Typ-C-Konto existiert. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen: technischer Eröffnung eines Typ-C-Kontos vollständiger Verifizierung / Aktivierung (KYC) Bei Anlegern aus „unfreundlichen Staaten“ (darunter Deutschland) wird häufig automatisch ein Typ-C-Depot oder Typ-C-Bankkonto eingerichtet, sobald russische Aktien, ADR-Umwandlungen oder Dividenden betroffen sind. � Clearstream +2 Das bedeutet aber oft nur: Das Konto existiert formal. Wertpapiere oder Dividenden können dort verbucht werden. Der Anleger hat jedoch noch keinen vollständigen Zugriff. Für eine echte Nutzung verlangen russische Banken/Broker meist: Passidentifikation persönliche oder notarielle KYC-Prüfung Steuerdaten teilweise persönliche Anwesenheit in Russland Aktivierung von Online-Banking und Zahlungsfunktionen Mehrere Quellen beschreiben, dass die eigentliche Verifizierung häufig erst später oder persönlich in Russland erfolgt. � ANATOLIEN-PORTAL +1 Praktisch gibt es daher oft drei Situationen: Depot ohne Typ-C-Konto → selten bei Ausländern mit russischen Wertpapieren automatisch eröffnetes, aber nicht verifiziertes Typ-C-Konto → sehr häufig voll verifiziertes Typ-C-Konto mit aktivem Zugriff → meist nur nach vollständigem KYC bei der russischen Bank/Broker Besonders bei ADR-Umwandlungen (z. B. Gazprom, Ozon usw.) wurden Typ-C-Konten oft automatisch im Hintergrund angelegt, ohne dass der Anleger aktiv beteiligt war. � magenta.legal +1 Wer ein russisches Depot eröffnet hat der auch gleichzeitig ein verifiziertes Typ C Konto??
Das bedeutet. Für alle Geschaftsvorgãnge, die nicht unmittelbar etwas mit den im Depot verwahrten Aktien zu tun haben, benötige ich ein separates verifiziertes Typ C Konto. Bestes Beispiel. Dividenden auf Hinterlegungsscheine. Da gibt es keine unmittelbare Depotverwahrung. Also kann ich die Dividenden nicht über das direkt mit dem Depot verbundene Transaktionskonto buchen lassen. Hierfür brauche ich ein separates Typ C Konto. Dieses müssen Anleger aus unfreundlichen Ländern jedoch persönlich oder einen Bevollmächtigten in Russland eröffnen lassen. Verfasser: Admin - alles ohne Obligo - Leserbrief auf den Artikel „Die Angst des Brokers vor Sanktionen“ veröffentlicht in der Wirtschaftswoche, Autor Julia Groth 12.04.2026 - 09:17 Uhr Der Artikel „Die Angst des Brokers vor Sanktionen“ verfehlt aus Sicht vieler betroffener Anleger den Kern des Problems.
Der Eindruck des Beitrags: Broker und Banken seien praktisch handlungsunfähig und lediglich Opfer unklarer Sanktionen. Genau das ist jedoch fragwürdig. Denn viele Maßnahmen, die Anlegern verweigert werden, beruhen offenbar nicht auf ausdrücklichen gesetzlichen Verboten, sondern auf freiwilliger Übererfüllung („Overcompliance“), Haftungsvermeidung und Angst westlicher Finanzinstitute vor regulatorischen Risiken. Das ist ein entscheidender Unterschied. Russische ADRs bzw. Hinterlegungsscheine waren keine dubiosen Fantasieprodukte. Sie wurden jahrelang von westlichen Banken und Brokern aktiv vertrieben. Dabei wird ein wesentlicher Punkt fast nie erwähnt: Russische Hinterlegungsscheine bescheinigen nach russischem Wertpapierrecht ausdrücklich das Eigentumsrecht an den zugrunde liegenden Wertpapieren "39-ФЗ О рынке ценных бумаг" Die zugrunde liegenden Aktien existieren in vielen Fällen weiterhin. Teilweise werden sogar weiterhin Dividenden ausgeschüttet. ADR Dividenden - ANATOLIEN-PORTAL Trotzdem erleben viele Anleger: keine Umwandlung, keine Übertragung, keine Dividendenweiterleitung, keine transparente Auskunft über den Verbleib ihrer Ansprüche. Gerade das Dividendenthema fehlt im Artikel nahezu vollständig. Wo bleiben diese Zahlungen? Wer blockiert sie? Welche Rolle spielen Euroclear, Clearstream, Korrespondenzbanken und interne Compliance-Abteilungen? Statt diese Fragen kritisch zu untersuchen, übernimmt der Artikel weitgehend die Perspektive der Finanzindustrie: bedauernde Broker, komplizierte Sanktionen, angeblich keine Handlungsmöglichkeiten. Viele Anleger erleben die Situation jedoch anders: nicht als Folge klarer Verbote, sondern als systematisches Wegducken westlicher Finanzintermediäre auf Kosten ihrer Kunden. Die eigentliche Vertrauenskrise entsteht deshalb nicht nur durch Russland oder Sanktionen, sondern durch westliche Finanzstrukturen selbst. Denn was bleibt vom Eigentumsschutz übrig, wenn Banken Produkte jahrelang verkaufen dürfen, sich im Krisenfall aber unter Hinweis auf „Compliance“ faktisch aus jeder Verantwortung zurückziehen? Und dass Medien, einschließlich der Wirtschaftswoche, diese Darstellung häufig erstaunlich unkritisch begleiten. Man könnte meinen, statt unabhängigen Journalismus wird hier Lobbyarbeit für die Finanzbranche betrieben. Ein wirklich kritischer Artikel hätte deshalb gefragt: Welche Handlungen sind tatsächlich verboten? Welche werden nur aus Angst oder Bequemlichkeit verweigert? Warum tragen ausschließlich Anleger die Folgen? Warum werden Dividenden trotz fortbestehender Ansprüche vielfach nicht weitergeleitet? Warum gibt es keine einheitlichen europäischen Lösungen? Und weshalb akzeptieren Finanzaufsicht und Politik faktisch die Blockierung privaten Eigentums über Jahre hinweg? Diese Fragen bleiben in Ihrem Beitrag weitgehend unbeantwortet. Schade.... Verfasser: Admin Anatolienportal 1) Russische Hinterlegungsscheine bescheinigen das Eigentumsrecht an den zugrunde liegenden Wertpapieren, die im Umlauf sind, und entsprechen den Anforderungen der Absätze 1 und 2 des Artikels 51.1 dieses Bundesgesetzes; 2) Die vertretenen Wertpapiere, deren Eigentum durch russische Hinterlegungsscheine bescheinigt wird, haben das in Absatz 4 dieses Artikels genannte Notierungsverfahren an der Devisenbörse durchlaufen . (Klausel 5.1 wurde durch Bundesgesetz Nr . 282-FZ vom 29.12.2012 eingeführt) Der von Ihnen zitierte Satz bedeutet juristisch sehr viel.
Er beschreibt den Kerncharakter russischer Hinterlegungsscheine (депозитарные расписки / Depositary Receipts): Russische Hinterlegungsscheine „bescheinigen das Eigentumsrecht an den zugrunde liegenden Wertpapieren“. Damit erkennt das russische Wertpapierrecht ausdrücklich an, dass die Hinterlegungsscheine nicht bloß „wirtschaftliche Ansprüche“ darstellen, sondern Rechte an den zugrunde liegenden Aktien oder anderen Wertpapieren verkörpern. Grundlage ist Art. 51.1 des russischen Gesetzes über den Wertpapiermarkt sowie die Regelungen zu russischen Depositary Receipts. � ConsultantPlus +2 Für Ihre früheren Fragen zu russischen ADRs, insbesondere Sberbank-ADRs und deren Behandlung bei europäischen Brokern wie der DKB� oder russischen Intermediären wie Cifra Broker�, hat das mehrere praktische Folgen: ADRs sind rechtlich nicht völlig „leere Hüllen“ Der Inhaber der Hinterlegungsscheine hat nach dem Konzept des russischen Rechts einen Anspruch bzw. ein abgeleitetes Eigentumsrecht auf die zugrunde liegenden Aktien. Daraus leitet sich das Umwandlungsrecht ab Genau deshalb konnten viele ADRs 2022/2023 in russische Stammaktien umgewandelt werden. Ohne diesen Eigentumsbezug wäre eine Zwangs- oder Direktkonvertierung kaum möglich gewesen. Dividendenansprüche bleiben grundsätzlich bestehen Wenn die zugrunde liegenden Aktien Dividenden ausschütten, entsteht rechtlich weiterhin ein Anspruch der wirtschaftlichen Eigentümer. Das praktische Problem liegt heute weniger im materiellen Recht als in: Sanktionen, blockierten Verwahrketten, Euroclear/Clearstream, Kontotypen („C“, „I“, „IN“), und Transferverboten. Russische Gesetzgebung unterscheidet zwischen: dem Eigentum an den Basiswerten, und der technischen Verwahrung/Abwicklung. Deshalb können Ansprüche bestehen, obwohl westliche Verwahrer die Papiere faktisch blockieren. Besonders wichtig ist auch Absatz 9.1 von Art. 51.1: Russische Depotbanken müssen grundsätzlich Dienstleistungen zur Weiterleitung von Erträgen und sonstigen Zahlungen an die Inhaber solcher Wertpapiere erbringen. � ConsultantPlus +1 Das stützt die Argumentation vieler Anleger, dass: Dividenden nicht „untergehen“, sondern lediglich auf bestimmten Verwahr- oder Typ-C/IN-Konten angesammelt werden könnten, bis eine rechtliche oder technische Freigabe erfolgt. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass ein deutscher Anleger heute problemlos Zugriff erhält. Zwischen dem russischen Rechtsanspruch und der tatsächlichen Auszahlung stehen derzeit: EU-Sanktionsrecht, Verwahrstellenblockaden, OFAC-/Euroclear-Probleme, und nationale Kapitalverkehrsbeschränkungen Russlands. Deshalb gibt es momentan oft eine Trennung zwischen: „materiell-rechtlichem Anspruch vorhanden“ und „praktisch durchsetzbar bzw. auszahlbar“. Quelle: ChatGPT - Russische Hinterlegungsscheine Erklärung IN Konten Typ IN Konten für Anleger aus unfreundlichen Ländern Ja, das ist korrekt. Spezialkonten vom Typ „Ин“ („In“ – von „Investment“ oder „Investor“) wurden in Russland durch den Präsidentenerlass Nr. 436 vom 1. Juli 2025 eingeführt. Sie sind speziell für ausländische Investoren gedacht, einschließlich solcher aus „unfreundlichen“ (недружественных) Ländern. Wozu dienen diese Konten? Sie ermöglichen es ausländischen Investoren (auch aus Sanktionsländern wie der EU, USA, UK usw.), neue Investitionen in russische Wertpapiere (Aktien, OFZ-Anleihen, Fondsanteile etc.) zu tätigen. Auf diesen Konten können Gelder (Rubel oder Devisen) direkt aus dem Ausland eingezahlt werden. Wichtigster Vorteil: Für Transaktionen über Konten vom Typ „Ин“ gelten nicht die strengen Beschränkungen der früheren Gegen-Sanktions-Erlasse (z. B. Ukas Nr. 81 oder Nr. 95). Das heißt, Gewinne und Kapital können unter erleichterten Bedingungen wieder ins Ausland zurücküberwiesen werden – ohne die sonst üblichen Blockaden oder Genehmigungspflichten der Unterkommission. Es handelt sich um eine Art „sicheren Kanal“ für neue Investitionen, um ausländisches Kapital wieder anzuziehen. Für wen genau? Primär für Investoren aus unfreundlichen Staaten (und Personen, die in deren Interesse handeln). Auch Investoren aus „freundlichen“ Ländern können sie nutzen, aber der Fokus liegt auf der Erleichterung für die bisher stark eingeschränkte Gruppe aus dem Westen. Die Konten werden von russischen Banken, Brokern oder Depotstellen eröffnet (auch als Broker-Konten oder Depots Typ „Ин“ möglich). Die genauen Regeln hat die russische Zentralbank im Juli 2025 festgelegt. Zusammengefasst: Ja, Konten Typ „IN“ sind genau dafür gedacht – Investoren aus unfreundlichen Ländern den Zugang zum russischen Markt mit deutlich weniger Restriktionen zu ermöglichen, als es bei den alten Spezialkonten (Typ „C“) der Fall war. Russische „Ин“-Konten für unfreundliche Investoren | Shared Grok Conversation Steuerliche Aspekte Steuerliche Aspekte russischer Konten Typ „ИН“ und Typ „С“ für ausländische Investoren (Stand 2026) Die steuerliche Behandlung hängt primär vom Steuerstatus des Investors ab (Steuerresident oder Nicht-Resident der Russischen Föderation) und vom Einkommenstyp (Dividenden, Kupons/Zinsen, Kursgewinne). Die Kontenart („ИН“ oder „С“) beeinflusst die Zugänglichkeit und Überweisungsmöglichkeit der Mittel stark, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Höhe der russischen Steuer. Die Steuer wird in der Regel vom russischen Broker, der Bank oder dem Depot (als Steueragent) einbehalten. 1. Steuerstatus des ausländischen Investors
3. Wichtige praktische Hinweise
Falls Sie Details zu einem bestimmten Einkommenstyp (z. B. nur Dividenden oder OFZ-Kupons), Ihrem Heimatland oder konkreten DBA brauchen, geben Sie mir mehr Informationen! Russische „Ин“-Konten für unfreundliche Investoren | Shared Grok Conversation |
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